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Bestattungsarten & Zeremonien

Die Bedeutung der Bestattung

Sarggesteck

Den Menschen ist es seit jeher ein Bedürfnis, ihre Verstorbenen mit bestimmten Ritualen zur letzten Ruhe zu betten. Doch gerade in der west­lichen Welt befinden sich diese Traditionen stark im Wandel.

Vielfach erscheinen sie überholt und nicht mehr zeitgemäß, viele halten sie für nicht mehr erforderlich. Wir als Bestatter erleben jedoch immer wieder, welch eine hohe Bedeutung eine würdevolle und ange­messene Bestattung vor allem auch für die Hinter­bliebenen hat. Sie stellen plötzlich fest, wie bedeutsam es für sie ist, genau zu wissen, wo und wie der Verstorbene die letzte Ruhe findet.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Für die einen ist es wichtig, um die eigene Trauer zu bewältigen. Für die anderen hat es einen hohen Stellen­wert, um mit dem eigenen Gewissen ins Reine zu kommen. Wieder andere möchten zur eigenen Beruhigung wissen, dass der Verstorbene gut aufgehoben ist. Und wieder andere benötigen einen Ort, an dem sie des Verstorbenen gedenken können.

Vielen Hinter­bliebenen wird erst dann, wenn ein lieber nahe­stehender Mensch gestorben ist, bewusst, wie wichtig ihnen diese Aspekte sind.

Diese Aufgaben kann eine gut geplante und einfühlsame Bestattung erfüllen. Sie drückt noch einmal die Wert­schätzung aus, die man für den Verstorbenen empfunden hat. Sie gibt der Trauer­gemeinde Halt und Kraft und ermöglicht den Hinter­bliebenen den Übergang in ein Leben ohne den Verstorbenen.

Friedhöfe in der Region

Harro Kuhfuß Bestattungen arbeitet mit allen Gemeinden der Region zusammen. Auch über­regionale Beerdigungen und Beisetzungen sowie See­bestattungen werden unproblematisch durchgeführt. Eine Trauer­feier in der heimischen Haus­kapelle auszurichten und den zu Lebzeiten geäußerten Wunsch z. B. auf See oder in einem FriedWald beigesetzt zu werden ist selbst­verständlich möglich. Die Frage, wo die letzte Ruhe­stätte sein soll, klären wir gerne im persönlichen Gespräch.

  • Friedhof Extertal-Bösingfeld
  • Friedhof Linderhofe
  • Friedhof Asmissen
  • Friedhof Meierberg
  • Friedhof Almena
  • Friedhof Bremke
  • Friedhof Rott
  • Friedhof Laßbruch
  • Friedhof Kükenbruch
  • Friedhof Silixen
  • Friedhöfe der Gemeinden Dörentrup, Barntrup, Rinteln und Lemgo
  • Stadtfriedhof
  • Friedhof an der Lortzingstraße
  • Friedhof Hagen
  • Friedhof Löwensen
  • Friedhof Thal
  • Friedhof Eichenborn
  • Friedhof Baarsen
  • Friedhof Neersen
  • Friedhof Kleinenberg
  • Friedhof Großenberg
  • Friedhöfe der Gemeinden Lügde, Aerzen und Blomberg

Bestattungsarten

Meist hat der Verstorbene schon zu Lebzeiten geäußert, welche Bestattungs­form oder Grabart er sich wünscht. Das macht die Entscheidung für die Angehörigen leichter.

Ob Feuer- oder Erdbestattung – für beide ist eine Einsargung erforderlich. Doch gerade nach der Ein­äscherung ist eine Vielzahl von Bestattungs­arten möglich. Wir helfen Ihnen heraus­zu­finden, welche Bestattungs­art dem Verstorbenen am ehesten entsprochen hätte. Wir beraten Sie auch, was hinsichtlich Pflege und Grab­besuchen erforderlich und realisierbar ist.

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung verschiedenster Bestattungs­arten. Wenn Sie eigene Vorstellungen haben, fragen Sie uns. Wir wissen, was machbar ist.

Detailansicht Sarg

Die Erdbestattung

Noch heute ist die Erdbestattung die gängigste Bestattungs­form in Westeuropa. Sie erfolgt im Sarg auf einem Friedhof. Voran­ge­gangen ist oftmals eine, auch offene Aufbahrung. Im Anschluss an die Trauer­feier gibt die Trauer­gemeinde dem Verstorbenen das sogenannte „letzte Geleit“, indem sie den getragenen oder gefahrenen Sarg zum Grab begleitet. Im Beisein der Trauer­gemeinde wird der Sarg in das Grab gesenkt. Danach hat jeder Anwesende die Gelegen­heit vorzutreten und sich noch einmal zu verabschieden. Üblicher­weise werden Blumen oder symbolisch auch Erdbeigaben hinunter­geworfen. Die Trauer­gemeinde verlässt danach den Friedhof.

Der Sarg wird dann vom Friedhofs­gärtner mit Erde bedeckt. Anschließend wird das Grab mit einem Kreuz und den zuge­dachten Blumen, Gestecken und Kränzen geschmückt. Eine anschließende Bepflanzung des Grabes ist möglich und erwünscht. Nach einer gewissen Zeit kann das Kreuz durch einen Grabstein ersetzt werden.

Urnenausstellung im Bestattungshaus Kuhfuß-Lippert

Die Feuer­bestattung

In der Regel findet auch bei einer Feuer­bestattung zunächst eine Trauerfeier statt. Sowohl eine Feier am Sarg als auch eine Feier nach der Einäscherung mit der Urne ist möglich. Hier spricht man von einer Sarg- oder Urnenfeier.

Der Abschluss der Zeremonie ist in beiden Fällen die Urnenbeisetzung. Bei einer Feuer­bestattung sind die Möglich­keiten der Grabart sehr vielfältig. Vom traditionellen Urnengrab in der Erde über ein anonymes Grab in einem Friedwald bis zu einer See­bestattung ist vieles denkbar.

Nicht jeder Friedhof in der Nähe bietet alle Möglich­keiten gleichermaßen an. Sprechen Sie uns an, wir wissen, was wo machbar ist.

Grabarten nach Erd- oder Feuer­bestattung

Das Wahlgrab kann schon zu Lebzeiten auf einem Friedhof frei ausgesucht und erworben werden. Lage und Größe der Grab­stätte können Sie selbst bestimmen. In einem Wahl­grab sind mehrere Bestattungen möglich, es eignet sich daher als Familien­grab­stätte. Das Nutzungs­recht lässt sich in der Regel auf maximal 30 bis 40 Jahre ausdehnen. Im Anschluss kann man es neu erwerben, sodass die Grab­stelle über mehrere Generationen genutzt werden kann.

Die Lage dieser Grabstätte wird von der Friedhofs­verwaltung bestimmt. Im Reihengrab ist immer nur eine einzige Bestattung möglich, es eignet sich daher nicht als Familien­grab­stätte. Die vorge­schriebene Ruhezeit wird zugeteilt und muss eingehalten werden, eine Frist­verlängerung ist nicht möglich. Die Nutzungs­rechte nach Ablauf dieser Frist gehen zurück an die Friedhofs­verwaltung, das Grab wird daraufhin aufgelöst.

Hier erfolgt die Beisetzung des Sarges oder der Urne des Verstorbenen in einem Rasenfeld. Das Grab kann mit einer flachen Grabplatte versehen werden, die der Rasenhöhe entspricht. Die Rasen­pflege übernimmt die Friedhofs­verwaltung, daher entfallen die Grab­pflege­kosten.

Eine weitläufige Rasen­fläche nimmt in der Regel die Urne des Verstorbenen auf. Auf ausgewählten Friedhöfen sind auch Erd­bestattungen möglich. Der Grabplatz wird nicht gekennzeichnet, nur die Friedhofs­verwaltung kennt diese Stelle. Die Beisetzung findet ohne die Anwesenheit von Angehörigen statt, der Bezugs­punkt für das Andenken des Verstorbenen fehlt. Es entstehen keine Kosten für die Pflege des Grabes.

Grabarten nach einer Feuer­bestattung

Die Asche wird in einer wasser­löslichen Urne dem Meer übergeben. Dieser Vorgang findet wahl­weise in Anwesenheit der Trauernden statt, auch die Ausrichtung einer Trauer­feier auf dem Schiff ist möglich. Die Angehörigen erhalten eine Seekarte mit den Koordinaten der Bestattung und haben die Auswahl zwischen verschiedenen Beisetzungs­gebieten in euro­päischen und inter­nationalen Gewässern.

In verschiedenen Wäldern in unserer Region können Urnen an Gemeinschafts- ober Familien­bäumen beigesetzt werden. Der Wald­charakter muss erhalten bleiben und es entfällt die Grab­pflege. Wir beraten Sie gerne zu den verschiedenen Standorten.

Eine Bestattungsform, die nicht an eine festgelegte Grab­stätte gebunden ist: die Asche des Verstorbenen wird an ein zertifiziertes Unter­nehmen in der Schweiz, der Tschechischen Republik oder Holland gegeben und dort mit einem Pflanz­substrat gemischt. Ein Baum­setzling wird einge­pflanzt und die Asche absorbiert, nach einigen Monaten wird das Bäumchen an das Bestattungs­unter­nehmen gegeben und kann von den Angehörigen an einem beliebigen Ort gepflanzt werden. Dieter Lippert ist exklusiver Kooperations­partner für den Landkreis Hameln-Pyrmont und übernimmt sowohl die unver­bindliche Beratung als auch die gesamte Abwicklung.

Auf manchen unserer regionalen Friedhöfe kann man mittlerweile auch eine Baum­bestattung durchführen. Teilweise besteht die Möglichkeit, dass eine Grab­platte auf dem Boden liegt, oder als Namens­tafel an einer Gedenk­stehle angebracht werden kann. Wir beraten Sie gerne.

Bestattungszeremonien

Sofern der Verstorbene einer bestimmten Glaubens­richtung angehört, stehen die generellen Abläufe der Bestattungs­zeremonie fest. Allerdings ist auch hier heute eine Vielzahl von Abweichungen und individuellen Ausrichtungen möglich.

Für eine erste Information haben wir Ihnen die üblichen Abläufe der Bestattungs­zeremonien der katholischen, evangelischen und neu­apostolischen Kirche sowie für konfessions­lose, von Glaubens­richtungen unabhängige Bestattungen zusammen­gestellt.

Die weltliche Bestattung

Bei einer konfessionsfreien Trauerfeier und Beisetzung ähneln die Abläufe den religiösen Vorbildern. Im Mittelpunkt steht die Ansprache eines professionellen Trauer­redners, der zuvor von den Angehörigen Informationen über den Verstorbenen erhalten hat. Falls Freunde oder Familien­mitglieder die Feier nutzen möchten, um ebenfalls einige Worte an die Trauer­gemeinde zu richten, ist dies möglich. Auch eigene Zeremonien sind denkbar. Vielleicht möchten Sie Luft­ballons in den Himmel steigen lassen oder besondere Grab­beigaben machen? Bitte sprechen Sie uns an.

Engelfigur

Katholische Bestattungen

Die römisch-katholische Kirche ist in Deutschland nach wie vor die größte christliche Religions­gemein­schaft. Im Trauerfall ist für Gemeinde­mitglieder eine Bestattung durch Geistliche und eine Begleitung durch Geistliche und Pastoral­referenten und -referentinnen möglich. Das christliche Verständnis, nach dem das Leben nicht mit dem Tode endet, sondern die Auferstehung in Jesus Christus zu erwarten ist, bildet die Grundlage der Bestattungs­rituale. Außerdem bietet die Kirche eine Kranken­salbung am Sterbebett an. Sechs Wochen nach der Beisetzung wird in der Gemeinde­kirche das sogenannte Sechs­wochenamt gehalten.

Eine Bestattung der katholischen Kirche hat in der Regel einen Ablauf, der zwei Stationen (Kirche und Grab) vorsieht. Den meist üblichen Ablauf einer Erdbestattung mit vorangehender Trauerfeier können Sie hier einsehen.

Erste Station:

Eröffnung mit Musik

Besprengen von Urne oder Sarg mit Weihwasser

Begrüßung durch den Zelebranten mit Bibelzitat

Kyrie-Gebet Antwortgesang: „Herr, erbarme dich“, „Christus, erbarme dich“, „Herr, erbarme dich“

Gebet zum Eingang, das die Situation zum Thema hat

Schriftlesung Der Zelebrant liest aus der Heiligen Schrift. Eine Lesung aus dem Alten Testament wird mit den Worten „Wort des lebendigen Gottes“, eine Lesung aus dem Neuen Testament mit „Lob sei dir, Christus“ beantwortet

Homilie (Trauerpredigt) Die etwa 10- bis 15-minütige Predigt bringt den Gedanken von Leben und Auferstehung mit dem Leben der/des Verstorbenen in Zusammenhang

Stille Die Trauergemeinde bedenkt in kurzer Stille das Gesagte

Lied oder Psalmgebet Die Trauergemeinde singt zusammen ein Lied oder betet einen Psalm

Anrufung Die Trauergemeinde bittet laut um die Erlösung der/des Verstorbenen durch das Wort „Erlöse sie/ihn“

Gebet Das Gebet enthält eine Preisung Gottes und die Bitte, den Verstorbenen bei sich aufzunehmen. Es enthält außerdem die Bitte um Trost für die Angehörigen

Prozession zum Grab (falls nicht eingeäschert wird, sonst endet der Gottesdienst hier mit Musik)

Zweite Station:

Gebet und Ansprache Der Zelebrant spricht zu den Trauernden, nachdem sie sich vollständig am Grab versammelt haben

Weihrauch als Symbol der aufsteigenden Gebete der Gemeinde

Text zur Grablegung wird vom Zelebranten gelesen

Weihwasser Nochmalige Segnung des Sarges oder der Urne als Zeichen der Verbundenheit mit Gott durch die Taufe

Erdwurf Der Zelebrant führt den ersten Erdwurf als Symbol der Vergänglichkeit des Menschen aus

Kreuzzeichen Der Geistliche zeichnet eine Kreuzgeste über dem Grab als Symbol von Leben und Sterben in Jesus Christus

Glaubensbekenntnis Die Gemeinde spricht das apostolische Glaubensbekenntnis

Fürbitten Die Fürbitten werden auch von Gemeindemitgliedern vorgetragen

Vaterunser Das Vaterunser wird gemeinsam gesprochen

Schlusssegen Die Gemeinde wird jetzt mit dem Segen Gottes entlassen

Jetzt können Beileidsbekundungen gegenüber den Angehörigen ausgesprochen werden.

Imke Lippert in der Trauerhalle des Bestattungshauses Kuhfuß-Lippert

Evangelische Bestattung

Auch der evangelischen Bestattung liegt der Auferstehungs­gedanke zugrunde. Neben einem letzten Abendmahl am Sterbe­bett wird eine Aussegnungs­feier angeboten. Wichtiger als bei der katholischen Bestattung ist der Gemeinde­aspekt, so ist auch eine stärkere Mitgestaltung des Gottes­dienstes möglich. Besonders in reformierten Gemeinden nimmt die Predigt einen größeren Raum ein. Den Verstorbenen der Kirchen­gemeinde wird am Folge­sonntag im Gottes­dienst noch einmal gedacht. Die Namen der Verstorbenen werden verlesen, im Anschluss daran folgt ein Trostwort. Ein von der Gemeinde im Stehen gesprochenes Gebet rundet den Abschied ab.

Hier finden Sie eine Beschreibung des Ablaufs einer Erdbestattung mit vorangehender Trauerfeier. Falls wegen einer Kremation Trauerfeier und Beisetzung an getrennten Terminen stattfinden, ähnelt sich der Ablauf.

Trauerfeier:

Glockengeläut der örtlichen Kirche oder der Friedhofskapelle

Musik zum Eingang

Bibelspruch und Begrüßung Der Pfarrer bzw. die Pfarrerin begrüßt die Anwesenden mit oder nach einem Bibelwort

Einstimmung Anlass und Name der verstorbenen Person werden genannt

1. Lied Gemeinsames Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch

Biblische Lesung/Text An dieser Stelle kann ein nicht biblischer Text gelesen oder eine kleine Geschichte von einem Mitglied der Trauergemeinde vorgetragen werden. Anschließend wird der Bibeltext gesprochen, der auf die Predigt vorbereitet

Glaubensbekenntnis Der christliche Glaube wird gemeinsam bekannt

2. Lied Ein gemeinsames Lied, das frei gewählt werden kann

Predigt Ihr Inhalt bringt das Leben der/des Verstorbenen mit der Auferstehung Jesu Christi in Verbindung

Musik oder Stille Je nach Art der Trauerfeier soll ein Lied oder eine Zeit der Stille den Inhalt der Predigt nachwirken lassen

Persönliches Gedenken Familie und Freunde können an dieser Stelle persönliche Worte sprechen, etwas zum Sarg bringen, an die Urne legen

Fürbitten und Vaterunser Das Vaterunser wird gemeinsam gesprochen

Überleitende Worte zum Auszug/Schlusssegen

Glocken zum Auszug

Sarg-/Urnengeleit Es erfolgt der Gang zum Grab mit Musik

Am Grab:

Absenken des Sarges, der Urne

Bestattungswort Die Pfarrerin bzw. der Pfarrer spricht das Bestattungswort mit dem dreimaligen Erdwurf und den Abschiedssegen zum Grab gewendet, eventuell mit einem Kreuzzeichen

Auferstehungswort Anschließend wird das Auferstehungswort der Gemeinde zugesprochen

Lied Das Lied am Grab ist zumeist ein Osterlied

Vaterunser Gemeinsam wird das Vaterunser gesprochen

Segen Der Gemeinde wird der Segen Gottes zugesprochen

Mitteilungen/Nachrufe Angehörige und Freunde können jetzt einen Nachruf sprechen

Jetzt können Beileidsbekundungen gegenüber den Angehörigen ausgesprochen werden.

Andere Konfessionen

Wir haben ein offenes Haus für Menschen aller Religions­gruppen und sind mit unterschiedlichen Abläufen und Zeremonien vertraut.

Häufig gestellte Fragen zu den Bestattungsarten

Welche Bestattungsarten gibt es und welche davon sind in Deutschland möglich?

Grund­sätzlich gibt es nur zwei Bestat­tungs­arten: die Erd­bestat­tung im Sarg und die Feuer­bestat­tung, bei der der Verstor­bene zunächst im Sarg kremiert wird und anschlie­ßend die Beiset­zung der Asche statt­findet. Während die Beer­digung im Sarg nur auf kirch­lichen oder städt­ischen Friedhöfen statt­finden kann, gibt es für Urnen­beiset­zungen bezie­hungs­weise das Ver­streuen der Asche weitere Möglich­keiten. Die be­kannt­este ist die See­bestattung in bestimm­ten Bestat­tungs­gebieten der Nord­see, Ost­see oder einem der Welt­meere. Darüber hinaus zählen die Baum­bestat­tung oder Wald­bestat­tung in einem Bestat­tungs­wald zu beliebten Beiset­zungs­formen.

Einige unserer Nachbar­länder bieten weitere Beisetzungs­möglich­keiten wie etwa das Ver­streuen der Asche in Flüs­sen, auf einer Alm oder aus einem Heißluft­ballon heraus. Sonder­fälle sind die Diamant­bestattung und die Welt­raum­bestattung, bei denen nur ein kleiner Teil der Asche auf diese Weise bestattet wird. Die ver­bleibende Asche wird nach Ihren Vor­stellungen beige­setzt. Wir vom Bestattungshaus Kuhfuß-Lippert beraten Sie gerne näher.

Warum gibt es überall unterschiedliche Grabarten?

Welche Grab­arten an einem Ort oder auf einem Fried­hof angelegt werden, ent­scheidet immer der jewei­lige Fried­hofs­träger. Klas­sische Grab­arten sind das Wahlgrab und das Reihen­grab. Auch Rasen­gräber mit oder ohne Nam­ens­nen­nung (auch: ano­nyme Bei­setzung) werden häufig angeboten. Ob es darüber hinaus Partner­gräber, gärtne­risch gepflegte Themen­anlagen, Baum­bestat­tungen oder weitere Grabarten gibt, hängt von verschie­denen Faktoren ab. Neben der Be­schaffen­heit des Friedhofs spielen die Nach­frage durch die Be­völker­ung und uns Bestat­ter sowie das Zusam­men­spiel von Friedhofs­trägern, örtlichen Friedhofs­gärtnern und Stein­metzen eine Rolle.

Was sind „Ruhezeiten“ und warum sind sie auf den Friedhöfen so unterschiedlich?

Die Ruhezeit ist die Mindest­nutzungs­dauer einer Grab­stelle. Nach Ablauf der Ruhe­zeit werden Reihen­gräber einge­ebnet und neu belegt. Bei Wahl­gräbern kann die Nutzungs­dauer über die Ruhe­zeit hinaus verlängert werden. Dass die Ruhe­zeiten auch von Friedhof zu Friedhof variieren, hängt mit der unter­schied­lichen Boden­beschaffen­heit zusammen. So muss die Ruhezeit so bemessen sein, dass Sarg und Leich­nam voll­ständig vergehen können. In den Bestattungs­gesetzen der Länder sind darüber hinaus unter­schiedliche Mindest­ruhe­zeiten fest­gesetzt, wobei die Ruhezeit für Urnen­gräber kürzer sein kann als bei einer Erd­bestattung. In NRW beträgt die Ruhezeit mindestens 10 Jahre, in Niedersachsen mindestens 20 Jahre.

Was passiert bei einer Kremierung?

Bei der Ein­äscherung wird der Verstor­bene in einen Sarg gebettet und auf einer spezi­ellen Vor­richtung in den etwa 1100 °C heißen Ofen ge­fahren. Der Sarg entzündet sich bei diesen Tempe­raturen selbst, sodass dann auch der Leichnam verbrennt. Die Dauer der Kremation hängt vom Ofen und von der körper­lichen Statur des Verstor­benen ab, üblich sind etwa 2 Stunden. Ein kleiner Scha­mott­stein mit einer ein­gravierten Identi­fikations­nummer wird zum Verstorb­enen in den Sarg gelegt. Anhand dieser Nummer lässt sich die Asche an­schließend ein­deutig zuordnen. Knochen­reste werden nach der Ein­äscherung zer­kleinert, zuvor werden ggf. künstliche Gelenke entfernt. Ein Mit­arbeiter des Krema­toriums füllt die Asche sowie mögliches Zahn­gold oder Edel­metalle von Körper­schmuck in eine Asche­kapsel und übergibt sie dem verant­wort­lichen Bestatter. Für die Bei­setzung wird die Kapsel in der Regel in eine Schmuck­urne Ihrer Wahl eingesetzt.

Warum ist für die Feuerbestattung auch ein Sarg notwendig?

Ein Sarg wird bei der Feuer­bestat­tung aus Ach­tung vor dem Ver­storbenen und aus hygie­nischen Gründen ver­wendet. Ein weiterer wesent­licher Grund ist, dass der Leich­nam ohne Sarg nicht voll­ständig verbrennen würde. Dieser Prozess setzt erst ein, wenn der Sarg sich durch die hohe Tempe­ratur im Ofen selbst ent­zündet hat.

Darf ich die Urne mit nach Hause nehmen?

Die Bestattungs­gesetze der einzelnen Bundes­länder regeln, ob und unter welchen Umständen Angehörigen die Urne aus­ge­händigt werden darf. So ist es in einigen Bundes­ländern möglich, dass Angehörige die Urne selbst zum Bei­setzungs­ort bringen. Die Bei­setzung in Deutsch­land ist nach geltenden Vor­schriften auf einem Fried­hof bzw. in dafür vor­ge­sehe­nen Wald- oder Meeres­gebiet durch­zu­führen. Soll der Verstorbene im Ausland bestattet werden, gelten die dortigen Gesetze. In Bremen darf die Asche von Personen, deren Haupt­wohn­sitz bei ihrem Tod in die­sem Bundes­land gemeldet war, unter bestim­mten Um­stän­den auf einem Privat­grund­stück bei­ge­setzt werden. Spre­chen Sie uns gerne an, wenn Sie dazu Fragen haben.

Kann die Asche des Verstorbenen vertauscht werden?

Nein, denn jeder Leich­nam wird einzeln kremiert. Die Asche wird anschließend sofort in eine Aschen­kapsel gefüllt und ver­siegelt. Vor der Ein­äscherung wird außer­dem ein Scha­mott­stein mit einer eingra­vierten Identi­fikations­nummer in den Sarg gelegt. Anhand dieses feuer­festen, gekenn­zeichneten Steins kann die Asche eindeutig zuge­ordnet werden.

Gibt es die Möglichkeit, ein Krematorium zu besichtigen?

Ja, viele Krema­torien können besichtigt werden. Die Rahmen­beding­ungen sind unter­schiedlich. Einige Bereiche sind gegeben­enfalls nur in Be­gleitung eines Bestat­ters oder eines Mit­arbeiters des Krema­toriums zu­gänglich, andere gar nicht. Einige Krema­torien veran­stalten regel­mäßig einen Tag der offenen Tür, bei dem interes­sierte Besucher an Führ­ungen und Infor­mations­veran­staltungen teilnehmen können. Gerne infor­mieren wir Sie über die Möglich­keiten in den Krema­torien in Region.

Was ist ein Kolumbarium?

Das Wort Kolum­barium (oder: Colum­barium) kommt aus dem Latein­ischen und bedeutet Tau­ben­schlag. Es handelt sich um Wände oder Stelen mit Nischen zur Bei­setzung von Urnen, die auf einem Friedhof, in einer Kirche oder in einem Mauso­leum stehen. In der Regel sind die Nischen mit einer Tafel oder einer Glas­scheibe verschlos­sen, worauf Name und Lebens­daten genannt sind.

Was passiert bei einer Seebestattung?

Vor der See­bestat­tung steht zunächst die Ein­äscherung des Ver­storbenen. Sowohl für die Feuer­bestattung als auch für die Beisetzung der Asche auf See muss eine Willens­bekun­dung zu Leb­zeiten vor­liegen. Ist diese nicht vor­handen, müssten die Ange­hörigen glaub­haft be­gründen können, dass die See­bestat­tung im Sinne des Ver­storbenen gewesen wäre. Die Asche wird in eine was­ser­lösliche See­urne gefüllt und in einem der hierfür vorge­sehenen Areale der Nord­see, Ostsee oder in einem anderen Weltmeer der See über­geben. Die Ange­hörigen können der See­bestat­tung bei­wohnen. Unab­hängig davon kann bereits vor der See­bestat­tung eine Trauer­feier statt­finden. Die genauen Koor­dinaten der Bei­setzungs­stelle werden in eine See­karte einge­tragen, die den Ange­hörigen übergeben wird.

Kann ich bei der Seebestattung dabei sein und den Beisetzungsort wieder besuchen?

Ja, die Hinter­bliebenen können bei der See­bestat­tung dabei sein und der Über­gabe der Urne an die See bei­wohnen. Wie viele Per­sonen mit an Bord gehen können, ist unter­schiedlich. Wenn Sie sich für eine See­bestat­tung interes­sieren, geben wir vom Bestattungshaus Kuhfuß-Lippert Ihnen gerne weitere Infor­mationen zu den Möglich­keiten im von Ihnen gewün­schten See­gebiet. Nach der See­bestat­tung erhalten Sie als Ange­hörige eine Karte mit den genauen Koor­dinaten der Bei­setzung. So können Sie den Beiset­zungsort jederzeit auf­suchen. Die Ree­dereien bieten in der Regel auch Gedenk­fahrten dorthin an.

Was sind Waldbestattungen und Naturbestattungen?

Als Naturbestat­tungen werden Beiset­zungs­formen auß­erhalb tradi­tioneller Fried­höfe be­zeichnet. In Deut­schland ist das zumeist die Bei­setzung in einem Bestat­tungs­wald oder die See­bestat­tung. In anderen Län­dern, allen voran in der Schweiz und in den Nieder­landen, gibt es auß­erdem die Mög­lich­keit, die Asche in der Natur zu ver­streuen, etwa auf spezi­ellen Alm­wiesen oder in Flüs­sen. Spre­chen Sie uns an, wenn Sie sich für eine solche Beiset­zungs­form interes­sieren.